LONG COVID KIDS

In der Schweiz sind bereits mindestens 5'000 bis 10'000 Kinder unter 12 Jahren von Long Covid betroffen. Da Jugendliche ein ähnliches Risiko wie Erwachsene haben an Long Covid zu erkranken, gehen Schätzungen davon aus, dass in der Schweiz mindestens 45'000 Kinder und Jugendliche von Long Covid betroffen sind. 

Gemäss Swiss Covid Science Taskforce waren und sind ca. 450'000 Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre (von total 1.7 Millionen) mit Covid-19 infiziert. Gemäss offiziellen Statistiken wurden 450 Kinder und Jugendliche hospitalisiert und 3 sind gestorben. 


Bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 19 sind Mitte Juli 2021 etwa 70% noch nicht immunisiert gegen SARS-CoV-2; das sind etwa 1.2 Millionen Menschen. Etwa 25% der Menschen bis 20 weisen Antikörper auf nach einer vergangenen Infektion mit SARS-CoV-2.  

Da SARS-CoV-2 mit grosser Wahrscheinlichkeit endemisch werden wird, werden die allermeisten Menschen mit SARS-CoV-2 in Kontakt kommen und sich infizieren - auch Kinder und Jugendliche. Je nach Alter und vorangegangener Immunisierung kann dieser Erstkontakt mit SARS-CoV-2 sehr unterschiedliche gesundheitliche Konsequenzen nach sich ziehen.


Für ca. 1 Million Kindern unter 12 Jahren ist in der Schweiz im Moment noch kein Impfstoff zugelassen. Von diesen haben etwa 25% resp. 250’000 im bisherigen Pandemieverlauf eine SARS-CoV-2 Infektion durchgemacht. Konservativ geschätzt sind 2-4% von Long Covid betroffen, also 5'000 bis 10'000 Kinder.

Wenn von den restlichen 750’000 die meisten infiziert werden, erwartet die Taskforce folgende maximale Folgen:

  • 1000-1100 Kinder, die wegen oder mit COVID-19 hospitalisiert werden müssen, und 6 Kinder, die daran versterben könnten.

  • 200-300 Kinder mit Pädiatrischen Inflammatorischen Multisystem Syndroms (PIMS-TS).

  • 15’000 Kinder mit Long Covid, definiert als mindestens ein persistierendes Symptom drei Monate nach einer Infektion mit SARS-CoV-2.

Diese Schätzung ist konservativ, da sie voraussetzt, dass die Virulenz der Delta-Variante im Vergleich zum Wildtyp bei Kindern im Gegensatz zu Erwachsenen nicht relevant erhöht ist. Leider ist eher damit zu rechnen, dass die Delta-Variante für Kinder gefährlicher ist.

 
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